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#1

Palmen, Zucker und Dampf - Teil 22 - TCs Bilder 2006 (m23B)

in Virus Kereta Api: Eisenbahn in Indonesien Reportagen / Railways of Indonesia reports 08.11.2006 22:01
von 52_2006 • 374 Beiträge
Weiter geht es mit TCs Bilder.

PG Wolonangan


Lok 7 ist B'Bn4t-Mallet O&K 2098/1906.

Mehr Bilder habe ich aus dieser Zuckerfabrik nicht.

Ich schrieb zum Anfang, als ich die ersten Bilder von TC einstellte, dass ich die Bilder nach den Zuckerfabriken alphabetisch sortiert präsentiere, wie ihr seht, bin ich nun mit riesen Schritten von T nach W gesprungen, was auch gleichzeitig sagt, dass ich mit dem Hauptteil, den Zuckerfabriken im Prinzip am Ende bin, aber nur im Prinzip. Denn ein paar Schmankerl hebe ich mir noch auf, und zeige erstmal noch was anderes. Es gibt ja auf Java noch mehr zu sehen, als Zuckerbahnen. Die Fortführung der Serie ist also gesichert...

Eisenbahnmuseum Ambarawa

Das Eisenbahnmuseum Ambarawa liegt in Mitteljava zwischen Yogjakarta und Semarang in einem Seitental. Ich selbst war schon zwei mal dort, Bilder von Besuch 1 im September 2001 finden sich im Kondenslokforum, einen Teil der Bilder vom Februar 2005 stelle ich auch noch irgendwann mal online. Leider hatte ich nie das Glück, eine der betriebsfähigen Dampfloks selbst auf der Strecke zu sehen. Aber das lässt sich machen, in Ambarawa anrufen, den Museumszug bestellen, hinfahren, die etwa 250-300 Euro auf den Tisch legen, und ab gehts. Robs Gruppe hat bestimmt ein wenig mehr auf den Tisch gelegt, denn sie hatten gleich drei Dampfloks an dem Tag. Fangen wir mal an.


Zunächst mal der östliche Endbahnhof Tuntang, der derzeit wegen schlechtem Zustand der Strecke dorthin nur mit kleinen Draisinen erreicht werden kann. Es ist aber die Herrichtung dieser am malerisch Seeufer entlangführenden Strecke geplant, jedenfalls spricht man davon. Aber die Herrichtung des Bahnhofes Tuntang macht schon mal Hoffnung, als ich 2005 da war, sah der Bahnhof bei weitem nicht so schön aus. In der Mitte ist übrigens eine der Draisinen zu sehen, mit denen man vom Museum nach Tuntang fährt. Dazu kann ich bei Gelegenheit nochmal einen lustigen Erlebnisbericht aus 2005 beisteuern.

Fangen wir erstmal mit dem "Neuling" an...


Also, neu ist die Lok bestimmt nicht. Es ist die Betriebsnummer C12 18, die letzten Jahre ihres aktiven Einsatzes verbrachte sie bei der Waldbahn von Cepu, wurde aber 2003 von dort nach Ambarawa gebracht, wo man im Jahr 2005 mit ihrer Aufarbeitung begann. Damit ist sie auf jeden Fall der letzte Neuzugang des Museums.


Dieses Frühjahr wurde sie fertig. Was ihr noch fehlt, ist eine eigene Speisepumpe, derzeit muss sie sie sich noch mit der ansonsten auch betriebsbereiten B25 02 teilen.


Zurück zu 'neu' und 'alt', wer die Lok noch nicht kennt, aber dafür das Piko-Modell der sächsischen VT, der wird sofort eine ziemlliche Ähnlichkeit zwischen dem Modell und dieser Lok feststellen, was auch kein Wunder ist, denn auch C12 18 wurde wie die gesamte C11 und C12 Baureihe von Hartmann gebaut, genau wie die VT.


C12 ist die Verbund-Version der C11, das heist auf der einen Seite ein kleinerer Hochdruckzylinder, und auf der anderen Seite ein größerer Niederdruckzylinder. Manche C12 hatten außerdem auch noch eine verlängerte Rauchkammer.


C12 18 ist Hartmann 2106/1895, und damit die älteste betriebsbereite Staatsbanlokomotive Javas und die älteste noch betriebsbereite Staatsbahnlokomotive von Hartmann.


In Schweden gibts irgendwo noch eine betriebsbereite Feldbahnlok von Hartmann, die noch ein Jahr älter ist.


Auf den Bildern sehen wie sie nacheinander zunächst im Lokschuppen, vor dem Bahnhofsgebäude des Museums Ambarawa, beim Rangieren und auf der Museumsstrecke nach Jambu im Westen auf einer Brücke.


Letztes Bild der C12 18.


Die zweite betriebsbereite Lok des Eisenbahnmuseums Ambarawa ist eine 'letzte'.


Um genau zu sein, sie ist sie die letzte Dampflok, die die Maschinenfabrik Esslingen verlassen hat.


Da dies erst 1966 war, ist sie damit auch die letzte in Deutschland gebaute Dampflok (sieht man mal von Meiniger Umbauten, Dampfspeicherloks und ähnlichem ab).


Die Rede ist von E10 60, Esslinger Maschinenfabrik Nummer 5316/1966. Hier im Museumsbahnhof von Jambu, westlich des Museums.


Wie man sieht, ist sie eine Zahnradlokomotive, die der Würtembergischen Hz (BR 97.5) nicht unähnlich ist.


Ambarawa, um es zu verraten, hat auch eine Zahnradstrecke, die sogar befahrbar ist.


Jedoch befürchtet man, dass die E10 für den Oberbau der Zahnradstrecke zu schwer ist, daher darf sie nur auf dem flachen Teilstück der Museumsstrecke fahren. Das ist aber nicht weniger malerisch wie die Zahnradstrecke.


Dies hier ist Lok B25 03, auch sie stammt aus Esslingen, 3244/1902


Auch sie hat Zahnradantrieb.


Sie fährt im Flachland...


... und dann kommt die Rampe ...


... und es wird immer steiler.


B 2503 hängt am Berg. Es existieren noch zwei Schwesterloks, zum einen B25 02, Esslingen 3243/1902, welche weiter oben im Schlepp von C12 18 zu sehen ist, und im nahe gelegenen kleinen Militärmuseum, ich frage mich allerdings, was sie ausgerechnet dort zu suchen hat, steht auch noch B25 01 (Esslingen 3242/1902) auf einem Sockel. Die Baureihe B25 wurde insgesamt in 4 Exemplaren speziell für den Zahnstangenabschnitt Ambarawa (Jambu) nach Bedono gebaut, die vier Loks waren ihr ganzes Leben in Ambarawa stationiert. Lok B25 04 (Esslingen 3245/1902) existiert allerdings nicht mehr, im Lokschuppen von Ambarawa sind allerdings noch Teile ihres Zahnstangenantriebs zu finden.

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