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Wagen der Niederländisch-Indischen Bahnen (VII) (m12B)

in Virus Kereta Api: Eisenbahn in Indonesien Reportagen / Railways of Indonesia reports 27.10.2007 22:23
von 52_2006 • 374 Beiträge
Hallo, es wurden Kesselwagen gewünscht. In der Sammlung war leider nur ein Kesselwagen-Foto drin, aber Tjeng Chiao hat vor über 10 Jahren weitere alte Kesselwagen porträtiert, bevor sie den Weg des alten Eisens gingen. Denn Zweiachser sind auch auf Java schon lange nicht mehr zeitgemäß. Zunächst das Foto aus dem Fotoalbum, von etwa 1915:



Man beachte die interessante Befestigung des Kessels, einfach auf den Rahmen gelegt, und mit ummantelten Ketten am Dom befestigt. Dass diese Wagen sehr lange gehalten haben, sieht man am nachfolgenden Foto, es zeigt nämlich genau so einen Wagen:



Das nächste Foto zeigt einen ähnlichen Wagen, Hauptunterschied ist wohl der höhere mittlere Dom, und dahinter scheint sich ein weiterer niedriger Dom zu befinden.



Eine andere Längsbefestigung des Kessels am Rahmen ist bei diesem Typ zu sehen:



Der nächste Wagen scheint in jüngerer Zeit einen neuen geschweißten Kessel auf einen alten Rahmen bekommen zu haben:



Kehren wir wieder zu den etwas normaleren zweiachsigen Kesselwagen der staatlischen Öl-Gesellschaft Pertamina zurück:



Noch ein ähnliches Modell mit etwas niedrigerem Dom, warum sind eigentlich die Dome so unterschiedlich hoch?



Moderne Kesselwagen auf Java sind fast ausschließlich vierachsig, hier ein Kesselwagenzug gezogen von einer BB301, Krupp Type M1500BB aus den 1960ern.



Die nächste Abteilung, die ich hier zeige, sind Schwerkastwagen verschiedener Ausführungen, zunächst ein vierachsiges Modell:



Der nächste ist sechsachsig:



Solche Wagen wurden zuletzt Mitte der 1990er benötigt, als man die letzte Panzer-Einheit des indonesischen Militär aus Bandung nach Mittel-Java in die Nähe von Ambarawa verlegte. Wie mir TC erzählte, war es für die Keretapi eine schwierige Aufgabe, diese Wagen dafür nochmal zu reaktivieren. Unter anderem mussten diesen Wagen noch automatische Kupplungen verpasst werden, damit sie an den modernen Lokomotiven angehängt werden konnten. Die letzten Reste dieser Wagen rosten heute vor dem Workshop in Tegal vor sich hin:



Fast noch interessanter als dieser Wagen, der da unter dem Haufen Drehgestelle vor sich hin rostet, ist das zweite Drehgestell von oben in etwa Bildmitte, es wurde in den 1950ern in Ungarn hergestellt. Es sieht augenscheinlich aus, wie ein deutsches Güterwagendrehgestell in Kriegsausführung, so wie es unter anderem für die 52er Wannentender verwendet wurde, nur eben auf Kapspur-Maße herunter"skaliert".

So, und zum Abschluß ein Foto eines etwas ungewöhnlichen Transports eines etwas größeren Kessels auf einem Schwerlastwagen:




Kondensierte und rohrzuckersüße Grüße,
condensed and canesweet greetings,

Stefan
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