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Palmen, Zucker und Dampf - Die Saison 2007 - Teil 2

in Virus Kereta Api: Eisenbahn in Indonesien Reportagen / Railways of Indonesia reports 13.02.2008 14:19
von 52_2006 • 374 Beiträge
PG Pangka 600 mm


Zunächst die Übersichtskarte über das gesamte ehemalige Gleisnetz. Im Osten ab etwa Wanasari schließt sich an das Gleisnetz der PG Pangka fast nahtlos das Gleisnetz der PG Sumberharjo an. Die beiden Netze sind aber wegen der unterschiedlichen Spurweite nicht direkt miteinander verbunden, haben aber mehrere Berührungspunkte oder kreuzen sich an mehreren Stellen, so ganz ist mir das noch nicht klar. Den genauen Grenzverlauf konnte ich noch nicht ermitteln, die unterschiedlichen Spurweiten werden sobald ich hierüber Klarheit habe, unterschiedlich eingefärbt. Die Symbolik und Quellenlage ist wieder gleich wie in der letzten Übersichtskarte.


Fast hatten wir ja schon befürchtet, dass wir auch hier für diese Saison schon zu spät waren. Doch zu unserer Erleichterung war bei unserer Ankunft reger Betrieb, was sich auch schon dadurch andeutete, dass wir von Jatibarang auf dem Weg nach Pangka einige mit Zuckerrohr beladene LKWs überholten. Wie man dem Schild "Loco Antik" über der Werkseinfaht entnehmen kann, ist sich das Werk seines reizvollen Fuhrparkes sehr bewusst, was auch durch ein Programm "Agrovisata" (Agrar-Tourismus) unterstrichen wird.


Die Höflichkeit und der Respekt gegenüber der Werksleitung verbietet es natürlich, dass man mit der Fotografiererei beginnt, bevor das Eintrittsgelt, hier 100.000 Rupiah, (etwas weniger als 10 Euro) pro Person, Landsleute nicht mitgerechnet, bezahlt wurde. Dieses Foto soll dies illustrieren.


Während wir auf unseren Termin beim Werksschutz warteten, konnte ich mir allerdings auch dieses Foto nicht verkneifen, und würde mir auch jetzt noch Vorwürfe machen, es nicht gemacht zu haben. TC musste mich zwar für den Werksschutz auf mein Vergehen aufmerksam machen, er hatte aber vollstes Verständis für mich.


Kaum kam das Ok von der Werksleitung, gings dann auch schon los, zunächst auf dem Gleisfeld vor dem Verladekran. Wie die meisten anderen Zuckerfabriken Javas bringen nämlich auch hier heutzutage LKWs das Zuckerrohr aus den Feldern zur Fabrik, wo es dann auf Loren umgeladen wird. Die Loren dienen als Zwischenlager, das tagsüber befüllt wird, und dann tags und nachts von den Lokomotiven zum Mahlwerk transportiert wird. Hier wartet gerade Lok Nummer 9, O&K Fab.Nr. 7875/1914, auf die Abfahrt mit einem beladenen Zug ins Werk.


Auch eine Diesellok aus dem Hause Schoema wartete darauf, eine Ladung ins Werk zu bringen.


Lok 9 kochte dann schon mal Dampf.


Doch zunächst durfte die Diesellok von Moës ihre Fuhre ins Werk bringen. Dem Zug musste ich dann erstmal aus dem Weg gehen, so dass ich dann die Abfahrt der Lok Nummer 9 verpasste.


Auf dem Weg zur Gleiswaage und zur Umsetzstelle, von der die Züge dann in die Entladestelle zurück gedrückt werden, konnte ich den Zug wieder einholen. Hier stand er eine Weile. In dem Mauernlabyrinth im Vordergrund wurde Brauchwasser aus der Maschienenhalle durchgeleitet und grob der Schmutz ausgesiebt, um das gereinigte Wasser wieder in den Prozess zurückzuleiten.


Der Zug stand mir zu lange, und das lag daran, dass mal wieder eine Weiche weiter vorne streikte. Das passiert öfters, wird aber meistens innerhalb weniger Stunden wieder repariert. Meistens müssen nur irgendwelche Befestigungsbleche für die Weichenzungen neu angefertigt und eingebaut werden. Das hält dann wieder eine Weile.


Dann noch ein Lokporträt mit am sich am Tender zu schaffen machendem Lokführer.


Also sind wir erstmal ins Depot gelaufen, wo wir diese liebenswerte Szene vorfanden. Nicht die Jung 3090 von 1920, PG Pangka Nr. 3 war Star der Szene, ...


... sondern der nebenberufliche Friseur, der vor Lok Nr. 1 (Jung 2294/1915) seinem Kollegen während einer Arbeitspause die Haare in Form brachte.

Normalerweise wäre übrigens die Lok im Hintergrund total im Dunkeln des Lokschuppens abgesoffen, zum Glück hatte ich aber RAW fotografiert, so dass ich nachträglich daraus eine Belichtungsreihe mit drei unterschiedlich hellen Bildern machen konnte, und die Tage so eine kontrastreichere HDR-Version des Bildes erstellen konnte.


Hier die gleiche Szene nochmal von drinnen nach draußen. Nachdem der Haarschnitt wieder sitzt, sind die beiden sicher wieder in ihre Lok gestiegen, und haben aktiv ins Rangiergeschehen eingegriffen.


Diese Jung-Lokomotiven, auch die hier im Hintergrund zu sehende Lok Nummer 2 (2388/1916) ähneln der Lok "Jacobi" im Frankfurter Feldbahnmuseum.

Ob die Weiche an dem Tag wirklich noch repariert werden konnte, erfahrt ihr bald.

Kondensierte und rohrzuckersüße Grüße,
condensed and canesweet greetings,

Stefan
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