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Palmen, Zucker und Dampf - Die Saison 2007 - Teil 12

in Virus Kereta Api: Eisenbahn in Indonesien Reportagen / Railways of Indonesia reports 29.02.2008 21:20
von 52_2006 • 374 Beiträge
PG Olean (700 mm)

Das hier ist das Operationsgebiet der kommenden drei Tage:


Die Halbinsel von Situbondo mit den Zuckerfabriken PG Wringinanom, Olean, Panji, Mangaran (historisch), und östlich außerhalb der Ansicht im immer noch nicht hochaufgelösten Bereich die PG Asembaugs. Google-Earth irritiert hier sehr, denn da wo hier einj Ort Namens "Kapongang" eingezeichnet ist, das ist eigentlich die Stadt Situbondo.

25.09.2007. TC klopfte schon an die Zimmertür, und rief "Hello Stefan, wake up, wake up, we go to Olean". Aufgewacht, ich war in Situbondo! Blitzartig war ich unter der Dusche, und nur wenige Minuten später stand ich mit voller Ausrüstung im Frührstücksraum vom Hotel Rosari, mit allem was man in Olean so braucht, Rucksack mit Kamera, genügend Speicherkarten, Polfilter, Ersatzakku, Microfasertuch, drei Flaschen Wasser, Notitzbuch, Kugelschreiber, Maßband, usw. Und natürlich das Stativ nicht zu vergessen. Ach ja, und zwei geleerte Duschgelfläschchen vom Hotel im Rucksack nicht zu vergessen. Für was man die braucht? Natürlich für echten Olean-Sand! Modellbahner können mich verstehen, denn wenn man ein Vorbild nachbauen will, kommt es auf den richtigen Farbton an!

TC hatte am Abend zuvor noch zwei Mofas organisiert, mit denen wir die nähere Umgebung unsicher machen konnten, die wurden dann die folgenden drei Tage auch ordentlich ran genommen.

Nasi Goreng mit Spiegelei und süßem Tee zum Frühstück, die Sonne stand noch ganz tief über dem Horizont, als wir uns auf die Mofas schwangen, und dann knatterten wir zur Zuckerfabrik. Zunächst wieder die üblichen Formalitäten, 100.000 Rupiah, aber großzügerweise galten die für die gesamten drei Tage, in denen wir in der Gegend waren. Und dann rein, ich habe dann erstmal ein paar Architekturfotos gemacht, von denen ich hier exemplarisch das hier zeige, die anderen sind zu speziell, die brauche ich für die PG Oleankecil.


Rückseite der Fabrikhalle, der Schornstein der PG Olean trägt stolz die Jahreszahl 1846!


Dann rein in die Werkshalle, wo eine gerade stillstehende Pumpe schön im Licht stand.


Im hinteren Bereich der Halle war man wieder wie üblich mit dem Beladen der Loren mit dem Endprodukt beschäftigt. Noch war die Lore etwas einseitig beladen.


Das Mahlwerk lief auf vollen Touren, was immer ein gutes Zeichen ist.


Ein Päuschen in Ehren, das kann einem niemand verwehren! Das es auch mal aus dem Fußboden dampft, ist völlig normal.


Auch die beiden Kollegen unter den Dampfkesseln gönnten sich gerade eine kleine Pause, während hinten langsam die Glut aus der Feuerbüchse herausrieselt.


Neben Zucker spuckt die Maschinerie auch unentwegt Bagasse-Ballen aus, die für die Feuerung der Lokomotiven verwendet werden.


Nummer 7 bekam gerade einen mollig warmen Kessel, als wir sie antrafen. Nummer 7 ist wie ihre betriebsfähigen Schwestern in Olean ein O&K Klien-Lindner-D-Kuppler (4300/1910).


Während sie so dahinköchelte, wurde auf dem Nachbargleis ein bischen gebastelt. Es wurden aus unbenötigten Schienen kleine Brücken gebaut, die man über Gräben legen kann, die Brücken waren so breit, wie LKWs. Nicht gut...


Wir haben dann erstmal die 7 hinaus in die Felder begleitet, aber sie fuhr ein Gleis richtung Westen, welches keinen parallelen Fuß- oder Fahrweg hatte, auf dem man sie per Mofa verfolgen konnte, daher von dieser Fahrt nach draußen keine Bilder. Aber bei der Suche nach einem Zugang zu diesem Gleis fanden wir eine der beiden japanischen Dieselloks, die mit einem Leerzug wartete. So schnell gehts, es war schon wieder Mittagszeit, also rauf auf die Mofas, nach Situbondo zum China-Restaurant im Stadtzentrum. Joop war vom gestrigen Tag noch etwas Müde, also sind wir danach erst mal ins Hotel, und haben uns noch etwas ausgeruht. Für meinen Geschmack etwas zu lange, sicher waren die Dampfloks schon wieder unterwegs, andererseits war es sehr heiß draußen. Eine Stunde später sind wir wieder raus, als das Licht schon wieder etwas flacher wurde.


Die 7 war noch draußen, und wir fuhren ihr entgegen, und trafen sie auf dem ihrem Rückweg zur Fabrik und verfolgten wir sie dann entlang der kleinen Straße, die hinter dem Werksgelände westwärts führte. Hier mit einer kleinen privaten Tankstelle für Mofas und Autos.


Wenig später dann in Schwarzweis mit Gegenverkehr.


Und nochmal Gegenverkehr.


Und dann nochmal mit dem Melasselager im Hintergrund.

Die ersten Rangierarbeiten auf dem Werksgelände kommen dann im nächsten Teil.

Kondensierte und rohrzuckersüße Grüße,
condensed and canesweet greetings,

Stefan
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