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Palmen, Zucker und Dampf - Die Saison 2007 - Teil 14

in Virus Kereta Api: Eisenbahn in Indonesien Reportagen / Railways of Indonesia reports 29.02.2008 23:36
von 52_2006 • 374 Beiträge
PG Panji (600 mm)

Rückblick: 25.09.07 - Die in der PG Olean haben schon früh Feierabend gemacht, weil alle Loren, die reinzuholen waren, schon da waren. Ich wollte eigentlich im Lokschuppen auf das besondere horizontale Licht warten, das wurde aber nix. "Pulang", der Arbeiter wollte nach Hause. Also TC und Joop hinterher nach Panji, reiner Dieselbetrieb, im Lokschuppen standen zwar noch ein paar Dampfloks als "eiserne Reserve", aber Dieselloks können ja auch ihren Reiz haben. "Immer die Straße entlang nach Osten, bis du eine Lok findest", hatte mir TC noch gesagt, falls ich sie suchen wollte. Also hinterher. Und nach einpaar Kilometern Vollgas sah ich auch schon die Lok, und die beiden Freunde, also, wieder ein paar Meter die Baumalle, die übrigens die Hauptverbindungsstraße zum Fährhafen nach Bali ist, zurück, eine Stelle gesucht, Mofa hastig abgestellt, Kamera ausgepackt, und dann gleich das hier:


Die drei Kumpels auf ihrem heißen Ofen. Die Diema-Lok hat die Betriebsnummer 5, und damit ist es genau die Lok, die ich im Jahr 2001 als aller erste javanische Feldbahnlok im Einsatz gesehen hatte, ohne dass ich damals besonders aus dem Häuschen gewesen wäre, ich wusste noch viel zu wenig über die Materie, aber das hatte ich ja schon zur Saison 2006 auseinanderklabüstert. Kamera wieder eingepackt, aufs Mofa drauf, angelassen, gewartet, bis die Fuhre an mir vorbei war, Vollgas an der Fuhre, TC und Joop vorbei, etwa 40-45 Sachen hatte ich drauf, mehr gab das Ding beim besten Willen nicht her, von einem Bus überholt (die sind teilweise von Außen noch gefährlicher als es einem innen drin vor kommt!), diversen Leuten ausgewichen, die ohne in den Verkehr zu schauen, die Straßenseite zu wechseln, Straßenkreuzung, Bejaks (Ritchkas), das könnte ein Motiv sein! Mofa an den Straßenrand geparkt.


Das ist die Fuhre ein paar hundert Meter weiter an besagter Straßenkreuzung. Ich hatte mich mitten auf die Seitenstraße gestellt, damit ja im richtigen Moment mir kein Auto vor die Linse fuhr, die mussten alle hinter mir rum. Links die besagten Bejaks (West-Javanisch für Ritscha, ob die im Osten genauso heißen, weis ich nicht, Indonesien hat über 270 Sprachen und Dialekte, und Sundanesich sprechen die hier im Osten nicht, vielleicht Maduresisch, weil es viele Leute von der Insel Madura hierher verschlagen hat.), die auf Kundschaft warteten. Nach dem Kamera einpacken wieder aufs Mofa, und hinterher, vorbei!


Wieder ein paar hundert Meter weiter sah ich auf der rechten Seite dieses Gartentor, schnell das Mofa hingestellt, und geschaut, ob man da was draus machen konnte. Stativ aufgebaut, ganz flach über dem Boden, mich selbst daneben auf den Fußweg gelegt, so dass ich durch den Sucher das Bild ausrichten konnte, Kamera eingestellt, und gewartet. Neben mir ein schmutzwassergetränktes Reisfeld, roch nicht gerade angenehm, und die Leute, die den Weg entlang liefen, schauten ganz verdutzt, was ich da mache. Dann ein paar mal ausgelöst, als der Zug endlich durch die Tür zu sehen war, und wieder aufs Mofa.


Wieder ein paar hundert Meter weiter, leider in der Hektik etwas zu spät ausgelöst, daher ist leider das Preisschild der Tankstelle schon zugefahren. Naja, das kann passieren, wenn man erst die den Filter auf dem Objektiv unplanmäßig erstmal etwas vom Staub befreien musste. Letztes gutes Bild vom Tag, dann wurde es zu dunkel. Dann ins Hotel, duschen, und dann sind wir essen gegangen

26.09.07 nochmal Panji, wir wollten einen Zug begleiten, der raus ins Feld fährt, und dann wieder zurück.


Dieses Malwieder die 5, aber nicht entlang der Landstraße, sondern die nördliche Strecke, dann nach Osten an der ehemaligen Zuckerfabrik Mangaran, die nur noch in Ruinen steht, vorbei. Das Bild entstand auf dieser Straße. Dass die Frau da ins Bild gelaufen ist, das gehört dazu. Und wieder aufs Mofa. Unterwegs noch ein paar Bilder nach dem selben Muster, aber nicht nicht so ganz zeigenswert.


Dann wieder ein Knick nach Norden, und der Zug war am Ziel, die leeren Loren wurden abgehängt und erstmal weg geschoben, die Strohmatten noch auf die provisorische Brücke gelegt, und die Lok wartetete einige Zeit am Brückenrand.


Dann hat sie wieder auf das Streckengleis umgesetzt, denn die Wasserbüffel mit den volllen Loren kamen. Hier in Vierfachtraktion.


Und gleich nochmal mit vier Muskelpaketen. Wie man erkennen kann, müssen die Loren kurz vor dem Kanal mit der provisorischen Brücke drauf eine kurze aber für die Tiere und die schwere Ladung heftige Steigung hochgezogen werden.


Die selbe Fuhre nochmal aus einer anderen Perspektive. So ging das noch ein paar mal, bis der Zug komplett war. Und dann gings schon wieder auf Strecke. Also wieder aufs Mofa gehüpft!


Den lässigsten Job bei der Sache hat der Sandstreuer, der vorne auf der Pufferbohle sitzt. Auf dem Bild habe ich Joop und TC zusammen mofafahrend mit verewigt (links).


Die Gleislage ist wirklich erstklassig, zumindestens solange, wie sich der Sandstreuer vorne lässig auf der Pufferbohle halten kann!


Lok und Blumen harmonieren farblich sehr. Genau im richtigen Moment abgedrückt, so dass die zwei Mofas noch hinter den Grashalmen waren. Ich hockte mal wieder auf dem Boden, um diese Perspektive hin zu bekommen.


Noch ein Stück weiter mit einer Schleuse des hiesigen Bewässerungssystems. Im Vordergrund das runde braune, das waren trocknende Kuhfladen, die dann zur Feuerung eines Kochherdes verwendet werden. Zurück zur Zuckerfabrik entstanden noch einige Fotos, aber vom Licht her nicht so doll, zu viel Schatten wegen der Bebauung. Wahrscheinlich am Nachmittag besser umsetzbar.


Abschiedsbild von Panji mit japanischer Diesellok, Kleinbus und Mädels auf ihrem Mofa, es war Mittagszeit, und nachmittags wollten wir zur PG Asembagus, doch davon erzähle ich das nächste Mal.

Kondensierte und rohrzuckersüße Grüße,
condensed and canesweet greetings,

Stefan
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