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Palmen, Zucker und Dampf - Die Saison 2007 - Teil 16

in Virus Kereta Api: Eisenbahn in Indonesien Reportagen / Railways of Indonesia reports 11.03.2008 20:33
von 52_2006 • 374 Beiträge
PG Olean Fortsetzung


27.09.2007. Glück muss man haben! Nur was hat das vierblättrige Kleeblatt mit diesem Bericht zu tun? Es war der nächste Morgen, wir warem wieder in den Feldern von Olean unterwegs, wir sind der Lok 7 auf unseren Mofas auf dem Gleis vorraus geeilt, wir sind ihr sogar sehr weit voraus geeilt, weil bei Licht aus dem Osten braucht man eben Platz östlich des Gleises. Wir haben dann so eine Stelle gefunden, mit großem Reisfeld östlich des Gleises, also Sonne im Rücken mit Blick auf die Strecke, ich schätze mal, dass sie auf bestimmt 800 Meter überblickbar war, also Mofa hinter dem Gleis versteckt, und auf den kleinen Dämmen neben den Wassergräben ins Reisfeld balanciert. TC, Joop und ich hatten jeweils eigene Plätze im Reisfeld eingenommen, ich am weitesten weg von der Strecke, weil ich ja die größte Brennweite hatte, naja, da gabs dann zwei Stellen, wo ich keine Bilder machen konnte, weil da eben die beiden Freunde standen, aber es war ja noch genug 'übrig'. Also, Stativ aufgeklappt, Kamera drauf, eingestellt und Probebilder in alle Richtungen gemacht, wo der Zug mal zu sehen sein wird, und dann erstmal hin gesetzt, und in die Luft geguckt. Da gabs Schwalben, die flogen da so rum und jagten Insekten, die Schwalben zwitscherten, wie schön. Dann weiter rumgeguckt, was machte denn TC und Joop so, dann das Panorama rundherum, mit Zuckerrohrfeldern, Maisfeldern, Palmenhainen, den Bergen dahinter, oh, schön, da vorne im Reiseffeld begann ein Trupp Bauern mit dem Unkraut jäten, die lassen sich sicher einbauen, und auch die kleinen Strohütten, nochmal mit der Kamera rumgespielt, ein paar Probebilder mit den Bauern, die Probebilder wieder gelöscht, wieder hingesetzt und rumgeguckt, ja was wächst denn hier so auf dem kleinen Damm zwischen den Reisfeldern, ah, Gras, irgendwelche Kräuter, und... oh, ein vierblättriges Kleeblatt! Das habe ich dann gleich gepflückt und in mein Notizbuch gesteckt. Jetzt kann ja nix mehr schief gehen! Weiter rumgeguckt, den Klee näher angeguckt, alle Pflänzchen waren vierblättrig! Hmm... Es ist schön hier, und man hat ein riesen Glück, hier zu sein, und der Klee ist per Default vierblättrig!!! Irgendwie sind diese einfachen Leute, die hier leben, zu beneiden, diese Ruhe hier. Ruhe? In der Ferne hörte ich ein Tschuff Tschuff Tschuff ...

Die 7 war dann auch, als ich aufstand und meinen Hals streckte, knapp über den Spitzen des benachbarten Maisfeldes auszumachen, Schornstein und Führerhaus und ein bischen blauer Qualm Tschuff Tschuff Tschuff... Ich lies sie näher kommen, und machte dann alle paar Meter ein Bild. Von denen zeige ich nun eine Auswahl, ganz ohne Worte, denkt euch den Sound dazu, und wie die langen Plastikstriefen als Volgescheuchen im Wind flattern:









Als der Zug dann komplett an den verstecken Mofas vorbeigerumpelt war, haben wir uns wieder drauf gesetzt, und sind einen Trampelpfad parallel zur Stecke entlanggeheizt, bis wir den Zug wieder überholt hatten. Das ist die Stelle am Gleisdreieck.


Da kam sie dann auch schon wieder, hier mit drei Reisbäuerinnen im Vordergrund.


Im Gleisdreieck.


Und noch ein paar Meter weiter, immer noch im Reisfeld.


Palmen, Zucker und Dampf! Und Fahrräder!


Der Baum streckt seine Äste wie Finger in den Himmel.


Ein Stück weiter wurde bereits die Gummikonkurrenz beladen.


In China fallen Reissäcke nur um, in Java werden sie per Fahrrad transportiert.


Ich stand dann in einem Zuckerrohr-Feld, welches am Vortag abgefackelt worden war. Die Schienen hat man einfach liegen gelassen. Und dann war erstmal Pause angesagt, es war um die Mittagszeit, und sehr heiß. Ich suchte mir ein schattiges Plätzchen, TC und Joop kamen auch dazu.


Und auch die ersten Arbeiter kamen unter den Baum, die Hitze macht denen nicht so viel aus, das sind sie gewohnt, aber die Neugierde auf die Fremden war um so größer. Dieser Geselle sah gar finster aus, und wie er sein Erntemesser hält...


... aber eigentlich war er sehr nett, er konnte sogar ein wenig Englisch, und mit dem Aufhellblitz gearbeitet, sieht man das dann sogar.


Nicht dass ihr denkt, die beiden waren die einzigen. Den da mit seinem Strohhut, aaah, den hätte ich noch einzeln porträtieren müssen! Naja, nächstes Mal!

Apropos Nächstes Mal, denn da sehen wir dann wie die Wasserbüffel die Loren ins Feld ziehen!

Kondensierte und rohrzuckersüße Grüße,
condensed and canesweet greetings,

Stefan
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