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Palmen, Zucker und Dampf - Die Saison 2007 - Teil 19

in Virus Kereta Api: Eisenbahn in Indonesien Reportagen / Railways of Indonesia reports 11.03.2008 21:08
von 52_2006 • 374 Beiträge
PG Olean Fortsetzung

Es ginng nun wieder auf den Abend zu, wir waren wieder an der Fabrik.


Kurz vor der Zuckerfabrik wurde dann nochmal Dampf gekocht, Joop und TC hatten mich auch wieder eingeholt. Der Lokführer winkt freundlich, und der ältere Herr radelt da so vorbei.


Eine Katze!


Kinder!


Kinder! Ja, der Bahnbezug der Kinder... Das hatten wir ja im Showroom schonmal. Die Siedlung, in der die Lok stand, und Dampf kochte, war mit auf dem Werksplan der PG Olean eingezeichnet. Also Kinder der Werksangehörigen. Bahnbezug hergestellt.


Drei Generationen: Großvater (sehnsüchtig auf die Lok blickend, vielleicht war er früher selbst mal Lokführer), Vater und Sohnemann.


Noch eine Straßenszene mit Kindern.


Die vier mit blühendem Sträucher.


So, und dann in der Dämmerung im Werksgelände, Rangieren war angesagt. Ich wollte mal wieder eine andere Perspektive, also entschloss ich mich, mir einen hohen Standpunkt zu suchen. Das gelang auch, da stand ein kleiner Kessel aufrecht neben dem Gleis, an einem Geländer, was aus alten Schienen zusammengeschweißt war. Also, ich hinauf, etwa 2 Meter da hoch geklettert. Dabei bemerkte ich schon, dass das eine wacklige Angelegenheit wird.


Zwei Beine des Stativs konnte ich auf dem Kessel platzieren, der war viel höher als breit, das dritte Bein kam auf dem Geländer zu stehen, die beiden Unterlagen machten bei jeder Bewegung meinerseits relativ zuneinander eine Bewegung, Kessel und Geländer waren nicht sehr fest stehend, egal ob ich mit meinen Füßen auf dem Kessel balancierte, oder einen Fuß mit auf das Geländer stellte, keine guten Vorraussetzungen für wackelfreie Fotos. Egal. Stativ auf 2 Meter ausgezogen, Kamera oben drauf, ausgreichtet, eingestellt, und Luft beim Auslösen der Kamera angehalten. Einige verwackelte Bilder habe ich hinterher gelöscht. Schade, dass weder Joop noch TC mich in dieser fatalen Haltung fotografierten, denn sie waren wieder hinten an den Abstellgleisen. Das wäre sicher sehenswert gewesen! (Besonders wenn ich runter gefallen wäre)


Diese drei waren die besten der in der Position gemachten Bilder. Ich denke, es hat sich gelohnt. Und dann die Kamera samt Stativ angehoben, vorsichtig neben den Kessel auf den Boden herabgelassen, wieder runter geklettert, und dann gings ratzfatz und alle Loks waren im Lokschuppen. Also zweiter Anlauf, um endlich die Bilder mit den horizontalen Lichtstrahlen zu machen, immerhin war es wesentlich später als zwei Tage zuvor, die Sonne stand schon schön tief, nur dummerweise verschwand die Sonne in dem Moment hinter Wolken.


Naja, so ein Ruhefeuer zum Abschluss ist auch was schönes! Abschluss... Abschluss der Serie? Nein, noch nicht ganz, ich habe noch was, aber unser Ausflug zu den Zuckerfabriken war so gut wie zu Ende. Am Abend sind wir nochmal in das Fischrestaurant, der Koch machte zum zweiten Mal die Erfahrung, dass Langnasen ihm den ganzen Fischvorrat wegfressen konnten, es war aber auch vorzüglich, und so preiswert!!!

Aber hier habe ich noch zwei Leckerbissen, die mir TC besorgt hat:


Gesamtplan der PG Olean. Haupteingang ist rechts an der Straße. Direkt wenn man rein kommt auf der linken Seite sind die Büros der Verwaltung. Auf der linken Seite ein Sportplatz, links davon Werkstätten. Am ersten Wegabzweig befindet sich eine kleine Unfallklinik. Direkt am Gleis kann man eine Trafostation (Blitz-Symbol) erkennen, zwischen dieser und der Kreuzung mit der Klinik befindet sich die eigentliche Fabrik. Direkt oberhalb der Trafostation ist der Lokschuppen. Südlich sind die Abstellgleise zu erkennen, links daneben einfache Wohnhäuser für Arbeiter. Im Norden ist die Einfahrt für die aus dem Westen kommenden Züge, auch die Gleiswaage ist zu erkennen. Direkt links neben der Einfahrt für die Züge schmiegt sich eine Siedlung aus kleinen Häusern an, hier wohnen Fabrikarbeiter. Rechts oben neben den Gleisen sind an der kleinen Straße mit der Schleife Wohnhäuser für leitende Angestellte. Ganz oben links kann man erkennen, dass auch das Melasselager mal einen Gleisanschluss hatte. Dazu passende Kesselwagen habe ich auf einem Schrotthaufen gesehen.

Und dann habe ich hier auch noch einen Prozessplan der Fabrik:

Links kann man das Mahlwerk erkennen, ganz unten links erfolgt die Anlieferung des Zuckerrohrs per Loren, man kann die Gleise erkennen. Rechts oben davon sind die Dampfkessel eingezeichnet, und ganz oben zwischen den Dampfkesseln und dem Mahlwerk die Presse, die Melasse in Ballenform bringt. Unten die runden Stationen sind die Kessel, in der der Zucker eingekocht wird, daran schließt sich nach rechts oben der Bereich mit den Zentrifugen an, wo Zucker von Melasse getrennt wird, und darüber die Rüttelsortierung für die Sortierung des Zuckers nach Korngröße. Letztendlich sieht man oben rechts die Gleise mit Drehscheibe, wo das Endprodukt auf Loren geladen wird, um zum benachbarten Lagerhaus transportiert zu werden.

Am nächsten Morgen haben wir dann vom Hotel ein Auto mit Fahrer gemietet, denn sonst wäre die Strecke bis Bandung fast am anderen Ende der Insel nicht zu schaffen gewesen. Wir hätten auch den Bus bis Probolinggo nehmen können und dann mit einem anderen Bus bis Surabaya, aber man hatte uns vor dem Bahnhof und dem Busdepot in Surabaya gewarnt, zu viele Diebe, zu viel Brutalität, also mit dem Auto zum Flughafen von Surabaya. Dort nahmen wir für umgerechnet 20 Euro einen Flieger der Air Batavia, übrigens ein Airbus A310 nach Jakarta. Diese Fluglinie ist wie auch Air Asia noch krasser als z.B. Ryanair, es gibt keine Sitzplatzreservierung, kein tagelanges Vorrausbuchen des Tickets, sondern man geht am Tag des Abflugs an den Schalter, oder wie wir in ein kleines Reisebüro, wo wir nicht anstehen mussten, dann auf den Flughafen, und dann nimmt man einfach das erste Flugzeug der Gesellschaft, in dem Platz ist. TC und ich warteten gerade 45 Minuten, bis wir im Flieger waren. Joop hatte sich zuvor verabschiedet, und fuhr weiter nach Kediri zu seinen Schwiegereltern. Eine Stunde später landeten wir auf dem Inlandsflughafen von Jakarta, kletterten in einen Bus nach Bandung, und am Abend waren wir wieder daheim. Das Abenteuer war leider zu Ende. Aber keine Sorge, ich hab noch was...

Da sich einige auch über Landschaftsbilder gefreut haben, habe ich mal welche aus dem Tee-Anbaugebiet Situ Pantengan südlich von Bandung, bzw. südlich der Kleinstadt Ciwidey, die für ihre Erdbeeren berühmt ist, ausgewählt. In dem Tee-Anbaugebiet gibts mitten drin einen See mit Booten, ein recht beliebtes Ausflugsziel für die Städter, außerdem gibts dort drei Schwimmbäder, die aus brühend heißen Quellen versorgt werden, und die sind wiederum Resultat der Anwesenheit des Vulkans Kawah Putih, an dessen Kraterrand man fast mit dem Auto heran fahren kann.





































Im See gibt es eine Insel, die übersetzt "Kaninchen-Insel" heist, Kaninchen gab es da auch mal, zumindestens bis eine Camping-Gruppe vor ein paar Jahren mal über ein längeres Wochenende auf dem Inselchen übernachtet hatte...

Hatte ich den Vulkan Kawah Putig erwähnt... Ja, Putih heist ja Weiß (Farbe), wie wir allerdings im Krater waren, herrschte die Farbe Gelb vor... Leider hat mich da die eine oder andere Foto-Wolke etwas geärgert, hab aber das beste draus gemacht, was ging.



















(Das Gelb habe ich aber noch etwas verstärkt, und bei einigen Bildern etwas heftiger am Kontrast gedreht, sonst sind die Bilder unverändert)

Kondensierte und rohrzuckersüße Grüße,
condensed and canesweet greetings,

Stefan
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