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#1

Palmen, Gold und Elektrizität - Saison 2007 - Teil 21

in Virus Kereta Api: Eisenbahn in Indonesien Reportagen / Railways of Indonesia reports 19.03.2008 22:39
von 52_2006 • 374 Beiträge
Hallo,

wer sein Osterei noch nicht gefunden hat, der mag es möglicherweise nun finden, und zwar ein goldenes Osterei. Dampf habe ich auch dieses Mal keinen, Zucker auch nicht. Deswegen diese dieses Mal passendere Abwandlung des Titels.

Pongkor (600 mm)

TC hatte letzten Sommer zusammen mit Ray Gardiner , der auch sehr intensiv an den Bahnen auf Java forscht, die Chance, einen ganz besonderen Ort zu besuchen. Die Goldmine in Pongkor, West-Java. Ein Staatsgeheimnis ist die Mine nicht, sie hat sogar eine eigene Webseite: http://www.antam.com/Products/pongkor.htm, wo man sogar den etwa 10 km langen Stollen auf einer geologischen Karte erkennen kann.


Wie man sieht, liegt diese sehr abgelegen südwestlich in den Bergen bei Bogor (ehemals Buitenzorg).


Hier nochmal aus geringerer Höhe. Wie man sehen kann, hat Google zu meinem Verzücken damit angefangen, die Insel Java mit dem Straßennetz zu überziehen. Dies wird mir nächstes Mal wenn ich dort bin, meine Exkursionen sehr verinfachen, und insgeheim hoffe ich ja auf Kartenmaterial für mein Navi-Gerät. Dann fehlt eigentlich nur noch ein Konverter für KMZ/KML in das POI-Format meines Navis, dann wäre ich perfekt ausgerüstet, um die vielen alten Bahnlinien und Zuckerfabriken und andere ehemalige Plantagenbahnen zu erforschen, die ich in GE inzwischen entdeckt habe.

Das Einstellen der Straßen seitens Google hat mich dann auch gezwungen, die Farben meiner Feldbahnlinien zu ändern, da die Straßen auch weiß sind, Die Feldbahnlinien sind jetzt alle violett, das machte pro markierter Linie 7 Mausklicks zum Umfärben, und etwas über 12 Stunden Arbeit, nur um die Farbe bei allen Linien zu ändern...

Auf dem ersten Sat-Bild kann man weiter westlich eine weitere Goldmine erkennen, dieses ist die noch abgelegenere Cikotok-Goldmine. Allzuviel kann ich zu dem gesehenen fachlich nicht beitragen, TC hat mir zwar zu manchem Bild was gesagt, und durch die Bildfolge, von der ich hier eine Auswahl der besten Bilder zeige, ergibt sich auch einiges. Also schauen wir mal:


Wie man sieht, ich flunkere nicht. Gold! Dass TC und Ray da überhaupt reingekommen sind, das ist schon was.


Eine alte Minenlok und eine Lore stehen auf einem Sockel. Viel kann ich hierzu nicht sagen, TC hat aber ein paar Fabrikschilder solcher Loks fotografiert, so dass ich euch immerhin sagen kann, dass all die nachfolgenden E-Loks von einer Firma Clayton stammen, während die Loren alle in Indonesien selbst gebaut wurden. Bei der hier weis ich nicht, sie scheint schon älter zu sein, vielleicht was deutsches, von AEG?


Der Stolleneingang.


Das ist der Anfang des Stollens, der erst einem Tal mit mehreren verschlossenen Öffnungen folgt.


Das ist noch ein Stück weiter drin, weiter durften TC und Ray nicht rein.


Scheinbar sind Ray und TC dann erstmal in die Reparaturwerkstatt, wo zwei Akkuloks auf ihren Einsatz warteten. Baugleiche Akkuloks wurden im Frühjahr 2007 auch nach Cikotok abgegeben, wo der Bahnbetrieb anscheinend nach längerer Pause wieder aufgenommen wurde.


Ein Akkupack.


Und die passende Lok dazu.


Eine der Clayton-Eloks in der Werkstatt.


Einer der eingesetzten kleinen Räumgeräte für das Golderz. So ein Teil habe ich mal in der Grube Fortuna bei Wetzlar im Einsatz gesehen, die machen dank des Druckluftantriebs einen Höllenlärm.


Und dann kam eine Lok aus dem Stollen.


Das ist sie nochmal.


Eine weitere Lok verlässt den Stollen. Die Fahrtrichtung kann man vom Stromabnehmer ablesen.


Die Akkulok wartet auf den Gegenverkehr aus dem Stollen.


Eine weitere E-Lok stand davor.


Und dann schob eine Lok einen ersten kleinen Zug aus dem Berg.




Es folgte ein weiterer, dieses Mal gezogen.


Hier ein Detail der interessanten Oberleitung.


Während dessen schob die vorige Lok ihren Zug zur Entladestelle.


Ein Zug mit Kumpels wartet auf die Einfahrt in den Berg. Gerade wird der Stromabnehmer an die Oberleitung gebracht. Man beachte die Gummihandschuhe.


Die traditionelle Fußbekleidung Ostfrieslands sieht man in Indonesien auch eher selten.


Und dann fahren die Kumpels in den Berg ein.


Eine zweite Lok lässt sich mit in den Berg hinein ziehen.


Die Akkulok darf jetzt auch.


Zwei Kesselwagen standen auf dem Betriebshof herum.


Ein Rungenwagen.


Das Entladegleis.


Die Lok ist vorne, und die erste Lore öffnet sich gleich.


Gleise Szene von der anderen Seite.


Lore leer und wird gereinigt.


Laut rieselt das Golderz.


Noch eine Lore weitger, und so weiter...


Das zweite Gleis wird derzeit nicht genutzt, anscheinend läuft es in der Mine nicht so, wie geplant.


Die größeren Brocken, die die Minienbahn zu Tage befördert, werden mit einem Bagger zerkleinert.


Mit diesem Bild des entladenen Zugs endet die Serie.

Die GE KMZ-Datei (ca. 1MB) gibts irgendwann später zum Download, ich arbeite noch daran, ich habe heute noch ein paar bahnbrechende Dinge entdeckt. Wer sie aber unbedingt jetzt haben will, soll sich per Email melden.


Kondensierte und rohrzuckersüße Grüße,
condensed and canesweet greetings,

Stefan
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#2

Palmen, Gold und Elektrizität - Saison 2007 - Teil 21

in Virus Kereta Api: Eisenbahn in Indonesien Reportagen / Railways of Indonesia reports 25.03.2008 23:07
von felixS • 54 Beiträge
Hallo

Bin wieder aus (West)Australien zurück, mit wenig Bahnausbeute aber viel Natur.

Interessanter Bahnbetrieb den du hier zeigst. Man sieht Feldbahnen im weiteren Sinne sind noch immer im Einsatz.

Felix

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